INNOVATIONSKULTUR

KUNST ALS KULTURELLE QUELLE VON NEUHEIT

Organisationen können sich in einer zunehmend diversifizierten Welt weit verteilten Wissens nicht allein auf die eigene Innovationskraft verlassen. Sie sind verstärkt auf die Integration und Nutzung externer Informationen und Kompetenzen angewiesen. Es geht wie immer um das Betreten neuer Räume, in denen gleichzeitig auszuhalten bleibt: Das Neue ist der Feind des Alten.

Die Rolle der Kunst als kulturelle Quelle von Neuheit im gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kontext ist bedeutend - an sich nichts Neues. Die Entwicklung von künstlerischen Interventionen in Unternehmen allerdings stellt eine hoch aktuelle Methode dar, zu der Ernst Handl und sein Team seit Jahren praktisch forschen und erfolgreich arbeiten. (Zur weiterführenden Theorienbildung: siehe Forschungsprojekt am WZB)


WER BRAUCHT KÜNSTLERISCHE INTERVENTIONEN ?

Unternehmen sind Systeme, die in ihrer geschlossenen Logik Impulse von außen bedürfen. Zum einen, um die Veränderung ihrer Umwelt, ihrer Kunden, der anderen Systeme um sich herum besser zu verstehen. Zum anderen, um den Mitarbeitern Gelegenheit zu geben, die eigene Kultur zum Ausdruck zu bringen und sich dabei sinnvoll weiterzuentwickeln.

Ermutigt durch häufige Anfragen großer Unternehmen zur wenig inspirativen, lähmend saturierten Arbeitssituationen im Alltag und die selbstbewusste, freie Haltung vieler junger Selbstständiger auf der anderen Seite, entstand vor einigen Jahren der Ansatz, Prozessräume zu schaffen, in denen sich diese Zonen begegnen, um Ideen zu generieren, die künstlerisch verändernd in den Gewohnheitsablauf von Firmen eingreifen.

Es entsteht eine Art Laborsituation in der wir permanent auswerten, analysieren und mit den Ergebnissen weiter arbeiten. Uns kommt es dabei auf eine Prozessbegleitung an, die ganz stark von den Eigenimpulsen der Beteiligten und Mitarbeiter geprägt wird.


SYSTEMNOMADEN

Die SystemNomaden sind junge Menschen, Young Professionals, die sich als Vertreter des modernen Arbeitslebens verstehen und sich durch ihr leidenschaftliches Verständnis für Innovation, Nachhaltigkeit und Kollaboration auszeichnen. Sie kommen in ein System, um sich in einen direkten, interaktiven Prozess mit den Mitarbeitern zu begeben und einen Veränderungsprozess zu initiieren. SystemNomaden sind „Nomaden auf Zeit“ – ungebunden aber verbunden mit authentischen Zielen, für die sie nicht als belehrender Berater, sondern als Sparringspartner in den Austausch mit den Mitarbeitern eines Unternehmens gehen. Sie sind geschult von Experten unter der Leitung von Ernst Handl/handl.e pictures, die sie effektiv für die Teamarbeit machen.

Das Ziel der SystemNomaden ist zum Einen innovative Ideen zu kreieren und deren Umsetzung voranzutreiben, zum anderen wollen sie selber zum Prototyp innerhalb der Organisation werden, die damit beginnt, diesen Paradigmenwechsel in die eigene Struktur zu integrieren. 

SYSTEMNOMADEN 2012

„SystemNomaden“ ist als Modul-Methode entwickelt und wurde im Sommer 2012 das erste Mal im Auftrag einer Unternehmensführung in ihrer Zentrale mit 500 Mitarbeitern eingesetzt. Die gesamte Belegschaft wurde in drei Schritten involviert:

  • Plötzlich - an einem Montag - ohne vorherige Ankündigung sind die Arbeitsräume durch Kartonaufbauten verändert und eine Gruppe von jungen Leuten hat sich auffällig eingenistet.
  • Vielfältige Angebote für außergewöhnliche Aktivitäten, die scheinbar nicht zur Firmenlogik passten, werden an alle Mitarbeiter herangetragen.
  • Im dritten Schritt arbeitet man an einer gemeinsamen Vision, um diese schließlich einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

THINK TANK

BETEILIGUNG AM PALOMAR5 PROJEKT

Ernst Handl coachte über ein dreiviertel Jahr die fünf Initiatoren während der Vorbereitung des Projektes und begleitete 30 junge Teilnehmer während ihrer Zeit im Innovation-Camp. Neben kreativem Teambuilding ging es darum, Impulse zur Grenzerfahrungen zu setzen und das ausgereifte Know How des Künstlers mit der unbekümmerten Frechheit der jungen Experten zu verknüpfen.

 

"Die 2009 in Berlin gegründete Initiative Palomar5 bildet ein Netzwerk aus jungen kreativen Menschen, die aktiv die Arbeitswelt von morgen mitgestalten. Ziel von Palomar5 ist es, sich von alten Denkmustern zu lösen und einen einzigartigen Raum für Innovationen zu schaffen, die den Bedürfnissen und Möglichkeiten der digitalen Generation entsprechen. Im Spätherbst 2009 fanden Digital Natives aus der ganzen Welt in einem ersten sechswöchigen Work-Camp zusammen, um konkret interdisziplinäre Lösungen zu erarbeiten. Hauptsponsor des innovativen Non-Profit-Projekts war die Deutsche Telekom AG." (Quelle: VentureTV)

 

"HOW CAN YOU CHANGE THE WORLD ?" (Photos: Carolin Seeliger)